Sonntagsfrühstück, 9.November

Einen wunderschönen guten Morgen!

In einer Welt, die sich immer komplizierter anfühlt, braucht man einen Anker. Etwas was einen aufrichtet, die Gedanken sortiert und man abschalten kann. Ein wichtiges Hilfsmittel in solchen Situationen ist für mich immer Musik.

Musik bringt Menschen bereits seit Jahrhunderten zusammen. Die Gemeinschaft und Spaß an der Musik verbindet Generationen und überwindet Grenzen. So kann Musik beflügeln, beruhigen, entspannen, glücklich stimmen oder Erinnerungen wach rufen. Auch bei Ängsten, Schmerzen, Stress und Schlafproblemen kann klassische Musik therapeutische Wirkungen haben. Ob mit meiner Playlist oder im Radio, es vergeht kein Tag, ohne dass ich Musik höre. Meist Pop und Rock, an manchen Tagen klassische Musik oder auch Schlager. Musik bereichert das Leben und ich könnte mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Auch wenn ich behaupte, dass ich nicht singen kann, unter der Dusche oder im Auto bin ich sehr anfällig, wenn ich einen Ohrwurm höre. Dann fange ich an mitzuträllern, was sich mit Sicherheit furchtbar anhört. Doch singen macht glücklich, baut Stress ab und entspannt – genau wie eine warme Dusche und hören kann mich keiner.

Ein Instrument zu beherrschen kostet viel Zeit, Geduld und Übung, was ich als Kind gerne in Kauf genommen habe, doch leider nur kurze Zeit. Ich wollte unbedingt Gitarre spielen lernen und meine Eltern haben mich dabei großzügig unterstützt. Bedauerlicherweise war der Ansporn ein Instrument zu beherrschen mit 14 oder 15 Jahren vorbei, es gab andere „wichtige“ Dinge. So mancher mag sich bei der Blockflöte an die Schulzeit erinnern und dies nicht zwingend mit immer guten Erinnerungen. Meine Tochter lernte in der Grundschule Flöte und es war furchtbar!!! Mehr gibt es dazu nicht zu schreiben und ich war froh, dass sie den Wunsch äußerte lieber Reiten zu lernen. Das macht sie heute noch und ich bin davon überzeugt, dass es wenig Sinn gehabt hätte, sie im Flötenunterricht zu fördern.

 

In einer Welt, in der fast jeder das Internet nutzt, könnte man meinen, Radio wird nicht mehr gehört. Meine Nachbarin hört täglich Musik und Nachrichten mit einem Radio, dass wohl aus den 60er Jahren stammt. Ein schwarzer Kasten mit vielen Tasten, groß wie ein Aquarium, ein wenig abgegriffen – doch es funktioniert. Ein solches Gerät ist nicht nur ein faszinierender Zeitzeuge, sondern auch ein begehrtes Sammlerstück. Früher war ein Radio mehr als nur ein Gerät. Es war ein Symbol für Aufbruch und Wohlstand. Abend saß die Familie vor dem Radio und hörte Nachrichten, Musik und die Kinder verfolgten gebannt Hörspiele und Märchen. Für mich ist morgens das Radio einzuschalten ein tägliches Ritual, um mich zu informieren und zu unterhalten. Außerdem ist es eine wichtige Quelle für lokale Nachrichten, den Wetterbericht und natürlich um Musik zu hören.

Wünsche euch einen schönen Sonntag, am besten mit Musik 🙂